Was versteht man unter Blocklist und Allowlist?

Wer professionelles E-Mail-Marketing betreibt, wird unweigerlich mit dem Thema Blocklist und Allowlist in Kontakt kommen. Doch was genau versteht man darunter, und was für Möglichkeiten gibt es, sich allowlisten zu lassen?

Stand 11.04.2023

Definition von Blocklist und Allowlist

Kurz gesagt: Alles was in einer Blocklist steht, wird geblockt. Alle Mails von Versendern, die auf einer Allowlist stehen, werden bevorzugt zugestellt. Wenn sich ein Spamfilter unsicher ist, ob er eine Nachricht annehmen soll, kann er sie vorübergehend blockieren und somit greylisten.

 Zu einzelnen Versendern (identifiziert durch Domain der Absenderadresse oder der IP) werden meist auch Informationen gesammelt, um diese bei späteren Versendungen besser einschätzen zu können.

Blocklists (auch Blocklisten genannt) enthalten Versender, die der Verwalter der Blocklist als nicht vertrauenswürdig eingestuft hat. Die Auswirkungen dieser Listen hängen jeweils vom ISP und von der Blocklist selbst ab. Ursprünglich waren sie dazu gedacht, eingehende E-Mails sofort blocken zu können und damit viele Ressourcen zu sparen. In manchen Fällen werden sie heute allerdings stattdessen für die Inboxplatzierung oder als Komponente bei der Berechnung einer Versender-Reputation genutzt. Meist werden Blocklists mit Hilfe von Beschwerden und/oder Spamfallentreffern befüllt. Es gibt sowohl öffentliche als auch private Blocklists, wie beispielsweise die ISP-eigenen.

Blocklisten in Maileon

In Maileon lassen sich neben der immer aktiven systemeigenen Blockliste eigene Listen anlegen. Hierzu gibt es in der aktuellen Maileon-Version unter der Kategorie Listen & Kontakte den Unterpunkt Listen. Hier befinden sich die Blocklisten, die Sie selbst verwalten können. Die Kontakte werden dann vor dem Versand mit allen aktiven Blocklisten abgeglichen und nicht beschickt.

 

 

Um eine neue Liste in Maileon zu erstellen, haben Sie mehrere Möglichkeiten. So können Sie beispielsweise über das Plus-Symbol auf der rechten Seite gehen und eine Konto-Blockliste erstellen.

Alternativ können Sie auch eine Liste erstellen, indem Sie auf die grüne Schaltfläche Konto-Blockliste erstellen klicken.

 

Dann können Sie mit Filtern einen Sperrausdruck erstellen, welcher beispielsweise alle Adressen filtert, die eine bestimmte Domaine beinhalten. Oder einzelne konkrete E-Mail-Adressen.

 

Oder Sie laden über das Upload-Symbol mit Blockliste hinzufügen eine Liste hoch. Diese darf nur aus den E-Mail-Adressen beziehungsweise Domains bestehen, welche nicht beschickt werden sollen.

Sobald Sie die Listen erstellt haben, sind sie aktiv. Aus Ihrem Konto werden keine der in den Blocklisten beinhalteten Adressen und Domains beschickt. So stellen Sie sicher, dass diese ungewollten Empfänger keine Newsletter bekommen.

Öffentliche Blocklists werden meist über öffentliche Verzeichnisse (DNS) bereitgestellt, oftmals sogar kostenfrei. Mittlerweile gibt es hunderte solcher Blocklists, die meisten sind allerdings erfahrungsgemäß nicht weiter relevant, da es entweder nie zu Listings kommt oder die Auswirkungen nicht messbar sind. Bei B2B-Verteilern sind tendenziell mehr Blocklists relevant als bei B2C, da dort viele kleinere E-Mail-Anbieter und Unternehmen beschickt werden, die des Öfteren auch unbekanntere Listen nutzen. Auf diversen Seiten können IPs und Domains auf Listings überprüft werden.

Die Dauer, in der ein Absender gelistet ist, variiert ebenfalls. Ein Listing kann sowohl temporär (Stunden, Tage, Monate, Jahre) als auch permanent sein, so dass es sich nur über eine Kontaktaufnahme mit dem Anbieter lösen lässt. Auch wenn die meisten Listungen nur temporär sind, werden diese in der Regel nicht ohne Beseitigung des Auslösers gänzlich verschwinden, sondern immer wieder auftauchen.

Der mit Abstand wichtigste Vertreter der Anbieter öffentlicher Blocklists ist Spamhaus. Ein Listing wird hier stark bestraft, da viele der größeren E-Mail-Anbieter diese Liste benutzen (z.B. GMX, Web.de und T-Online).

Über ein internes Monitoring-System können wir von Maileon relevante Listings erkennen und mit Hilfe des betroffenen Kunden lösen.

Allowliste erklärt

Die Allowlist bildet das Gegenstück zur Blocklist und wird heute so eingesetzt, dass lediglich eine Bevorzugung in Hinsicht auf die Zustellung gewährt wird, wenn der Versender auf der Allowlist steht. Eine Garantie, dass die E-Mails die Inbox erreichen, wird in der Regel nicht gegeben. Vor mehreren Jahren gab es noch Allowlists mit einer solchen Garantie aber durch immer besser werdende Filter-Technologien sind die ISPs heute nicht mehr auf sie angewiesen. Die Bevorzugungen können beispielsweise Folgendes umfassen:

➢ Höhere Rate Limits (bzw. Zustellraten)

➢ Nur eine Teilmenge der Filter muss passiert werden

➢ Gewährung eines „Startvorteils“ bei der Berechnung der Reputation

 

Die meisten ISPs stellen selbst keine Allowlists bereit in die sich Versender eintragen lassen könnten.

Zu den bekanntesten Allowlists gehören zum Beispiel: CSA Allowlist, DNSWL, trustedDialog Zertifizierung, Return Path Zertifizierung.

Die IPs des Versandsystems von Maileon sind sowohl in der CSA Allowlist als auch in der DNSWL eingetragen. Zudem verfügt Yahoo! über eine Art Allowlist, die lediglich die Rate Limits leicht anhebt und somit vor allem für Massenversender wichtig ist. Alle IPs, bei denen wir Probleme mit Rate Limits feststellen, werden dort eingetragen.

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